Was passiert mit unseren Abwässern

 

( Besuch in der Kläranlage Heimhof )

Die Klasse 6a besuchte am 7. Juni 2005 die größte Kläranlage der Gemeinde Ursensollen in Heimhof. Die Schüler hatten im Fach PCB die Abwasserklärung theoretisch durchgenommen, jetzt folgte die Wirklichkeit.

   

Herr Nadler, der gemeindliche Klärwärter, begrüßte uns sehr freundlich am Betriebsgebäude. Wie man an den Gesichtern der Kinder unschwer ablesen kann, wehte den Schülern aus diesem Gebäude ein strenger Geruch entgegen.

Aber bereits nach kurzer Zeit nahm  man den Geruch nicht mehr wahr und alle lauschten aufmerksam den Erklärungen des Klärwärters.

In dem Gebäude, vor dem wir gerade stehen, werden Sand, Fett und grobe, feste Teile aus dem Abwasser entfernt.

Mehrer Male wiederholte hier Herr Nadler seine Bitte:

 

     "Werft keine festen Gegenstände, wie z.B. Wattestäbchen, und Essensreste ins häusliche Abwasser!"

 

Auf diesem Foto sieht man, wie Herr Nadler das Belebungsbecken erklärt: " Die Kleinstlebewesen, meist Bakterien, fressen die organischen Verunreinigungen im Wasser. Dazu benötigen sie Sauerstoff aus der Luft, der durch starke Kompressoren über unzählige Düsen hineingepresst wird."

Als Herr Nadler erwähnte, dass man in diesem mit "Luft verdünntem Wasser" nicht schwimmen, sondern sofort untergehen und ertrinken würde, war es aus mit der Ruhe. Alle waren von der Vorstellung geschockt, sie könnten hier hineinfallen.

 

 

Hier stehen wir auf der Räumerbrücke über dem Nachklärbecken.

An der Räumerbrücke ist ein Räumer befestigt, der den abgesetzten Schlamm in Bewegung hält, damit er abgepumpt werden kann.

Er gelangt von hier zum Schlammsilo und wartet dort auf den Abtransport durch ein Fuhrunternehmen.

Zur Zeit werden mit diesem Schlamm die alten Klärteiche der früheren Kläranlage in Ursensollen aufgefüllt.

 

Nach der Führung durch die Außenanlagen zeigte uns Herr Nadler an 3 Wasserproben die verschiedenen Reinigungsgrade der Kläranlage.

 

Zum Schluss durften wir im Labor unter einem sehr guten Mikroskop die Mikroorganismen betrachten.

 

In der zentralen Schaltanlage erhielten wir einen Überblick über die Tätigkeiten des Klärwärters.

 

Wir bedankten uns für die sehr interessante Führung und traten den Heimweg an.

 

Der Rückweg nach Ursensollen war für uns eine richtige Tortur. Wir konnten nicht auf Straßen gehen, denn dort herrschte reger Verkehr. Wir konnten nicht auf Wegen gehen, denn es waren keine da. Wir konnten nicht über Felder und durch hohe Wiesen marschieren, sonst hätten wir Ärger mit den Landwirten bekommen. Also schlängelten wir uns am äußersten Rand der Felder durch Brennnesseln und anderes Gestrüpp. Erst ab der "Hoibruck" führte uns ein bequemer Wanderweg zur Schule zurück.

Doch das nahmen wir alle gerne in Kauf, denn am meisten freute es uns, dass wir keine Hausaufgaben aufbekommen hatten.

 

zurück zur Startseite

zurück zum Schulleben